Heilfasten nach Buchinger im Regena – Gewichtsverlust ist eine willkommene Nebenwirkung

21. Juni 2011 | | 1 Kommentar

 Heilfasten

- zur Umstellung des Organ- und Zellstoffwechsels

und Stärkung der Selbstheilungskräfte

Seit Jahrtausenden wird Fasten – als „Königsweg der Heilkunst“ – in allen Kul­turen angewandt. Von Menschen, die unsere Geschichte prägten, wissen wir, dass sie die entscheidenden Leistungen ihres Lebens durch eine Zeit des Fas­tens vorbereitet haben. Denn das Fasten reinigt nicht nur Körper und Seele, es fördert auch die Klarheit der Gedanken, den Genuss des Lebens und die Kraft, Großes zu vollbringen.

Gegen die Krankheiten unserer Zeit

Es ist kein Zufall, dass Heilfasten als Therapie in unserer Zeit neu entdeckt wird. Der Mensch am Ende des 20. Jahrhunderts leidet am Überfluss. Fehlernäh­rung, Umwelteinflüsse, Genussgifte und Arzneimittel­rückstände belasten den Organismus wie nie zuvor, und die sogenannten Zivilisationskrankheiten nehmen in erschreckendem Ausmaß weiter zu.

Millionen Deutsche leiden an Allergien, atopischen Erkrankungen der Haut, allergischen Erkrankun­gen der Atemwege, rheumatischen Gelenkerkran­kungen, Bluthochdruck und Kreislauferkrankun­gen, Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße und des Gehirns, Diabetes, Gicht, Rheuma, Erkrankungen des Stoffwechsels und der Verdauungsorgane.

Aber auch Migräne, Beschwerden während der Wech­seljahre, Gesundheitsschäden durch Nikotin, Alkohol und Tabletten und die Folgen jahrelanger Überforde­rung gehören zu den Zeit-Krankheiten und können mit der Fasten-Therapie behandelt werden. Eine Entwöh­nung von Genuss- und Suchtmitteln fällt beim Fasten wesentlich leichter!

Der Natur abgeschaut                    

Wie erklärt man die Wirkung des Fastens?

Wie ein krankes Tier sich Schonung auferlegt, indem es keine oder nur ganz bestimmte Nahrung in kleins­ten Mengen zu sich nimmt, kann auch der Mensch auf Überlastung des Organismus reagieren. Im Vorstadi­um und während einer Erkrankung oder zur Gesund­heitsvorsorge beschränkt er sich auf eine minimale Menge besonders ausgewählter Kost. Der Organis­mus erhält über längere Zeit kaum Nachschub an fester Nahrung und lebt von seinen inneren Vorräten. In dieser Schonphase kann sich der Darm erholen und regenerieren. Kranke, geschwächte oder überlas­tete Organe werden entlastet, Selbstheilungskräfte freigesetzt.

Wir vergleichen das Heilfasten oft mit einem inten­siven Hausputz, wo das Haus von innen gesäubert, geputzt, die Schränke und Schubladen aussortiert werden, Gardinen gewaschen werden und Wände frische Farben bekommen. Das Haus von innen vollständig renoviert und wieder bewohnbar wird.

Gewichtsverlust ist eine willkommende Nebenwirkung

Heilfasten ist keine Abmagerungskur. Aber natürlich ist die vorbeugende und heilende Wirkung des Fastens mit einem oft erwünschten Gewichtsverlust verbunden. Denn die Ursachen vieler Erkrankungen und Beschwerden sind ernährungsbedingt und führen auch zu Übergewicht.

Was geschieht beim Heilfasten im Körper

Wenn der Organismus keinen Nachschub an Nahrung bekommt, beginnt er, von seinen Reserven zu leben: von der in den Muskeln, in der Leber und im Gehirn eingelagerten Stärke (Glykogen) und vor allem vom “Fett”. Alle Energie, die sonst zur Verdauung und Ver­arbeitung der Nahrung gebraucht wird, ist für das Ent­schlacken und Entgiften frei. Leber, Lunge, Haut, Darm und vor allem die Nieren verstärken ihre Aus­scheidungsfunktion. Das Blut wird dünner und fließt leichter. Bluthochdruck z.B. kann sich auf natürliche Weise normalisieren, das Abwehrsystem regeneriert.

Wie fühlt man sich beim Heilfasten  

Schon vom ersten Fastentag an schaltet der Körper von der Ernährung von außen auf die Ernährung von innen um. Wenn die innere Energiequelle die Versor­gung allmählich übernimmt, schwindet auch das kör­perliche Hungern. Hungergefühle am zweiten oder

dritten Fastentag vergehen durch Flüssigkeitsaufnah­me. Der fastende Mensch fühlt sich frei und leicht – so wohl wie schon lange nicht mehr. Der Stoffwechsel während des Fastens vermeidet Energieverluste durch die Verdauungsarbeit und mobilisiert Kraft auf optimale Art und Weise.

Flauten – vor allem während der anfänglichen Fasten­zeit – sind ein Hinweis auf die Energieumstellung des Körpers und vergehen sehr schnell. Fastenkrisen sind nicht die Regel, sind aber Heilkrisen, in denen Krank­haftes besonders intensiv aus den Geweben heraus­gelöst wird und im Blut kreist. Nach Ausscheidung dieser Stoffwechselschadstoffe ist die Krise überwun­den. Der Fasten-Arzt betreut Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindelgefühle.

Fasten heißt nicht hungern    

Heilfasten unter ärztlicher Aufsicht führt zu keinen Mangelerscheinungen. Die “Entschlackung für Körper und Seele“ beginnt mit dem sogenannten Entlas­tungstag für Kreislauf und Verdauungstrakt. An allen weiteren Fastentagen wählt der Patient am Morgen unter den zahlreichen Tees, trinkt mittags die Original-Buchinger-Gemüsebrühe, nachmittags Tee und am Abend Gemüsebrühe, Gemüse- oder Fruchtsaft. Den ganzen Tag über nimmt er Mineralwasser oder Was­ser aus Bad Brückenauer Heilquellen zu sich.

Und: Was tut man den ganzen Tag?   

Heilfasten im Regena ist eine ganzheitliche Heilmethode und eine Möglichkeit, die körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte zu stärken. Dazu ge­hören die therapeutische Begleitung des Fasten-Arztes, die wohltuende Umgebung, Entspannung, die Fürsorge in den kleinen Dingen des Tages und die Möglichkeit des Rückzugs.

Ganz wichtig sind auch entlastende und stärkende Bewegung und spezielle Wasseranwendungen, die den inneren Reinigungs­prozess von außen unterstützen.

Bereits vor dem Morgen-Tee trifft sich die Fastengrup­pe, die sich schon nach wenigen Tagen vertraut ist, zu Kneipp’schen Güssen, zur Frühgymnastik oder am Vormittag zur Wassergymnastik. Nach dem Mittag­essen ziehen sich die Patienten zurück und ruhen bei einer entgiftungsanregenden Leberpackung mit einem Heublumensack. Nachmittags erlernen und üben die Patienten das Autogene Training – eine Entspan­nungsmethode, die sie in ihren Alltag mitnehmen. Ausgedehnte Wanderungen durch die unberührte Landschaft der Rhön stärken Körper und alle Sinne. Vorträge, Musikabende, Lesungen und künstlerische Betätigung sind schöne und beliebte Möglichkeiten für die durch das Heil­fasten angeregte Phantasie und Aufnahmefähigkeit des Geistes.

Das Fastenbrechen       

In der Regel dauert die Fastenkur 2 bis 3 Wochen. Am Ende steht das “Fastenbrechen”. Das bedeutet, dass der Körper wieder an die Aufnahme und Ver­arbeitung von normaler Kost gewöhnt wird. Auch dies geschieht unter ärztlicher Aufsicht. Manchmal ist es nur ein Apfel, mit dem die feste Nahrungsaufnahme beginnt.

Das Nachfasten besteht aus mindestens zwei Aufbau­tagen, an denen die Patienten kleine Portionen besonders ausgewählter Nahrung bekommen. Zum Programm dieser beiden Tage gehören ausführliche Gespräche über Lebensführung und Ernährung, die den Erfolg des Heilfastens für die Gesundheit erhal­ten helfen.

Am Ende der Zeit fühlen sich die Patienten insgesamt verändert. Und: Sie sind es auch!

Wer darf fasten?       

Generell angezeigt ist die Fasten-Therapie, wenn Gesamtstoffwechsel und Kreislauf Entlastung brau­chen, Regenerationsprozesse anzuregen sind oder eine Umstimmung chronisch entzündlicher Prozesse notwendig ist.

Heilfasten ist angezeigt bei:

allergischen Erkrankungen der Haut und Schleim­häute, aber auch der Atemwege und Gelenke;

ernährungsabhängigen Stoffwechselkrankheiten: Zuckerkrankheit, Fettleber, erhöhten Blutfetten, Gicht, Fettsucht;

zivilisationsbedingten Herz- und Gefäßerkrankun­gen: Bluthochdruck, Herzschwäche bei Übergewicht, Herzkranzgefäßerkrankung, Herzinfarktgefährdung, Thrombose- und Emboliegefahr bei Polyglobulie (zäher Blutfluss durch zu viele Blutkörperchen);

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises: Weichteilrheumatismus, Gelenkrheumatismus, Mor­bus Bechterew (Form einer chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankung im Bereich der Wirbelsäu­le und Gelenke), Arthrosen, Fibromyalgie;

allen chronischen Krankheiten mit schwer gestör­tem Gewebsstoffwechsel bei “versumpftem” inne­ren Milieu: chronische Hautkrankheiten, Ulcus cruris (offene Beine), Neigung zu Lymphgefäßentzündun­gen, Migräne, Allergie;

als Gesundheits-prophylaxe von höchstem Rang und vorbeugend gegen Darmerkrankungen.

Nicht zuletzt vermag Fasten auch Essverhaltens­störungen und süchtige Bindungen zu unterbrechen und ist neben der Psychotherapie eine der entschei­denden Hilfen bei Suchtgefährdung durch Alkohol, Nikotin, Tabletten sowie Essen (auch Süßigkeiten) im Übermaß.

Wer darf nicht fasten?       

  • Schlecht ernährte, körperlich und nervlich erschöpfte       Menschen nach längerer Krankheit oder schwerer Operation.
  • Kranke, bei denen ein Gewichtsabbau bereits eingesetzt hat, z. B. bei Tuberkulose oder Krebs.
  • Seelisch schwerkranke Menschen, denen innere Ruhe und Sicherheit fehlen.

Eine Überprüfung der gesundheitlichen Situation und der individuellen “Fasten-Eignung” findet in einem ausführlichen Arztgespräch und einer Untersuchung statt.

Warum ist Heilfasten zu empfehlen?     

Wir empfehlen die Heilfasten-Kur nach F.X. Mayr oder als Heilfastenzeit nach Buchinger.  Königsdisziplinen des Heilfastens wegen Ihrer besonderen Intensität und nachhaltiger Wirkung!

Was erwartet Sie bei der Fasten-Therpie im Regena?  

Das Heilverfahren wird in der Regena Klinik durch physio-, hydro- und bewegungstherapeutische Maß­ nahmen ergänzt:

Massagen, durchblutungsfördernde Teilbäder, kreis­laufanregende Wechselgüsse nach Kneipp, stoff-wechsel- und entgiftungs-anregende Heublumen­packungen, Autogenes Training zum Vermitteln einer vegetativen Entspannung und zur Findung der inne­ren Ruhe, umfangreiches Bewegungstraining durch Trocken- und Wassergymnastik, Sauna und Sport­spiele zur Aktivierung des Stoffwechsels, Stärkung der Muskulatur, Erhöhung der Ausdauer, Gewinnen und Erleben eines neuen Körpergefühls.

Wie lange fasten?                       

Unsere Ärzte empfehlen einen Aufenthalt von mindestens 2 Wochen.

Grundsätzlich ideal wäre es, wenn der sogenannte “Gesunde” – besonders in Zeiten der Fülle bzw. des Überflusses, verbunden mit Problemen der Umwelt­vergiftung und der Umweltbelastung – jedes Jahr min­destens einmal 2 bis 3 Wochen fasten würde.

Unterstützende Therapien:     

Zur Unterstützung und Ergänzung des Heilfastens können, je nach ärztlicher Verordnung, auch alle naturheilkundlichen Maßnahmen durchgeführt werden.

Hervorzuheben ist hier die Colon-Hydro-Therapie. Bei dieser seit Jahren in der Regena Klinik praktizierten Behandlung handelt es sich um eine intensive Reinigung des Darms auf schonende Weise durch Wasseranwendung (intensiver als Einläufe) und Colon-Massage. Dies ist eine Massage des Dickdarms durch die Bauchdecke hindurch zur Förderung der Peristaltik (innere Beweglichkeit) des Darms.

Ein Kommentar zu Heilfasten nach Buchinger im Regena – Gewichtsverlust ist eine willkommene Nebenwirkung

  1. eine interessante betrachtungsweise. vor allem nicht der übliche mist, wie ich finde.

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